Eifel Tour 3

2006 Eifeltour 3. Die Eifel ist eine der beliebtesten Motorrad-Regionen Deutschlands. Gewaltige Vulkanausbrüche mit heftigen Eruptionen erschütterten das Land vor rund 10.000 Jahren. Die Erdverschiebung hat hier gewaltige Höhen und Täler geschaffen. Landstraßen jeglicher Couleur durchziehen waldige und offene Höhen, dichte und tiefe Wälder, vorbei an Flüssen, Bächen, Seen und Talsperren. Ein schier endloses Netz an kleinen, verkehrsarmen Nebenstraßen mit Kehren, Serpentinen und lang gezogenen Kurven . Zehn der reizvollsten Tagestouren sind im Band »Eifel« beschrieben. Dieses Buch und Denzel`s MOTORRAD Touren durch Süddeutschland sind meine Ausgangsbasis für die literarische Erkundung der Eifelregion.

Die Grüne Hölle, mitten in der Eifel.
Wir besuchen die Nordschleife des Nürburgrings. 1927 fertig gestellt, hat diese in der Welt einmalige Strecke die Motor-Fan`s immer wieder begeistert. Motorsport-Idole wie Rudolf Caracciola, Manfred von Brauchitsch, Hermann Lang, Juan Manuel Fangio oder Graf Berghe von Trips schrieben mit ihren tollkühnen Fahrten hier Geschichte.

Jackie Stewart taufte das Kurvengeschlängel durch die eindrucksvolle Landschaft der Eifel ehrfurchtsvoll „Die Grüne Hölle“. Noch heute übt diese Strecke eine große Faszination aus. Mit dem eigenen Motorrad die Runden des Nürburgrings zu befahren, ist eine besondere Herausforderung. Die Nordschleife ist keine moderne Rennstrecke. Unübersichtliche oder uneinsehbare Kurven, blinde, tückische Kuppen, starke Neigungen und Gefälle sowie häufig wechselnde Fahrbahnbeläge und somit Reibwerte machen die Nordschleife zu einer der anspruchsvollsten Herausforderungen für jeden Motorsportfan.

Sie gilt gleichzeitig als die „wohl schönste Landstraße der Welt“.
Der entscheidende Vorteil: Es gibt keinen Gegenverkehr, der die Suche nach der Ideallinie stört. Wohl aber andere Verkehrsteilnehmer im Rahmen der Touristenfahrten.

Tourentips durch die Eifel
Da ich nicht zu viel planen möchte habe ich nur einige Infos hier in Stichwortform aufgeführt. Selbstverständlich werden wir auch nicht exakt die Touren nachfahren welche im Band beschrieben sind, wäre ja auch langweilig und Karten lesen können wir auch selbst.

Tip 1 / Rur-Eifel
Der nördlichste Zipfel der Eifel. Jede Menge Kurven, karge Hochebenen, Fachwerkstädte. Da es hier immer ordentlich regnet ist der Rur-Stausee auch Deutschlands zweitgrößter Stausee. Monschau ist die Perle unter den Städten in der Eifel. Oft weht in der Rur-Eifel auf belgischer Höhe ein kalter Wind, deshalb gibt es auch die bekannten Hecken. Für die Region hat der ADAC auf Streckenempfehlungen für Motorradfahrer verzichtet, da es sich um ein stark frequentiertes Gebiet handelt. Aber wir werden ja mitten im September dort sein und da spuckt es sicher nicht mehr so.

Tip 2 / SchleidenDas zerklüftete Landschaftsrelief hat seine Vorteile, es wirft unendlich viele Auf- und Abfahrten vors Motorrad. Die höchsten Hügel der Eifel gibt es hier. Zwischen Schleiden und Dahlem fast nichts los auf den Straßen.

Tip 3 / Das Dreieck
zwischen Bad Münstereifel, Bad Neuenahr und Adenau ist gespickt mit tollen Landschaften, Flußtälern und Orten. Hier liegt auch der höchste Gipfel die „Hohe Acht“.

Tip 4 / Die Hohe Eifel
beginnt südlich von Blankenheim in dieser Region gibt es kilometerweise Einsamkeit auf abgelegenen Nebenstrassen. Allerdings auch hier ein kalter Wind, nicht umsonst ragen die meisten Gipfel der Eifel hier zum Himmel. Aber tolle Kurven und wenig Verkehr entschädigen dafür.

Kuriosum: In Blankenheim entspringt in einem Fachwerkhaus die Ahr.

Tip 5 / Die Voreifel
rund um Mayen wimmelt es nur so von Schlössern Burgen, Klöstern und Tälern. Mayen selbst mit 20.000 Einwohnern die größte Stadt der Eifel. Der Lacher-See ist der größte Vulkansee d. Eifel. Kurvenreiche Region bei Cochem und Monreal.

Tip 6 / Gerolsteiner Land
ist für sein Wasser berühmt und manche kennen da noch das Radfahrer-Team. im Norden von der Hohen Eifel begrenzt, im Süden vom BIT-Burger Land. Viel Wald und Ruhe. Die Kasselburg aus dem 15. Jahrhundert ist ein mächtiger Bau mit Park für Adler- und Wölfe. Büscheich wird als Biker-Traum beschrieben. Den zur Waldlandschaft gesellt sich eine phantastische Kurvenstrecke.

Tip 7 / Erloschene Vulkane
die Maare rund um die Stadt Daun. In dem Ort Brockscheid gibt es seit 150 Jahren die Glockengießerei der Familie Mark.

Tip 8 / Grüne Hölle
20,8 Kilometer, 33 Links- und 40 Rechtskurven mit 300 Meter Höhenunterschied.
Eine Rund über den Nürburgring auf den Spuren von Giacomo Agostini und Mike Hailwood.

Tip 9 / Die Toskana
der Eifel liegt in der Gegend von Wittlich und Cochem. Die wärmste Region der Eifel, deshalb gibt es hier Wein und sogar Tabak. Die Mosel ist hierfür verantwortlich.

Tip 10 / Die Westeifel
zwischen Bitburg und der luxemburgischen Grenze ist voller Wälder und Täler. Auf der Eifelhochfläche bei Speicher Serpentinen ohne Ende.

Tip 11 / Die Schneeeifel
einsame Gegenden ein Eldorado auf ruhigen Nebenstrassen. Der Grund liegt in der dünnen Besiedelung westlich bei Prüm, oder ist es doch das Rauhe Klima welches sich verantwortlich zeigen muss? September Wetter bei Wittlich

Nun hab ich mir noch das Wetter der Vergangenheit angesehen und die Prognose 8 Wochen im voraus sieht wie folgt aus: Im September werden die Temperaturen gerade die Normalwerte erreichen. Sonnige Phasen wechseln mit Regenphasen ab. Langjähriger Mittelwert bei 17 Grad
Zu erwartende Abweichung 1 Grad
Langjähriges Niederschlagmittel 40%.

Nun habe ich drei Routen
ausgearbeitet, welche die Eifel recht gut abdecken.

Die Monschautour, die Monrealtour und die Viandentour. Ausgangsbasis jeder Tour ist immer die Stadtkyll. Die Ortschaft liegt recht Zentral in der Eifel.

www.Campinginfo
Landal-Wirfttal

Info zur Monschau -Tour.

Streckenlänge ca. 200 Kilometer. Zeitrahmen Minimum 4 Std. – 5 Std.
Start ist bei der Stadtkyll welche zwischen Gerolstein und Schleiden in der Schneeifel bzw. im Naturpark Nordeifel liegt. Über Dahlem und Kall führt uns die Strecke nach Heimbach. Auf der Vennroute geht es am Rurbergsee vorbei nach Monschau. Anschließend geht es auf die belgische Seite nach Malmedy und Sankt Vith. Von Manderfeld geht es über den Kronenburgsee wieder nach Stadtkyll.

Bei meiner Recherche über die Region bin ich auf ein Hillclimbing bei Sankt Vith gestoßen. Also nicht nur die Österreicher haben so ein Event, auch die Belgier lieben dies. Leider ist der Termin etwas zu früh, sonst hätten wir einen Abstecher machen können.

https://www.monschau.de/home/
https://www.st.vith.be/
https://www.hillclimbing.be/

Die Monrealtour ist mit gut 300 Km die längste Tagestour. Sie führt über Effelsberg zur hohen Acht über den Lacher See bei Mendig. Weiter geht es über Cochem ein kurzes Stück an der Mosel entlang. Am Pulvermaar vorbei bis Manderscheid und Daun. Der größte Teil auch an der grünen Straße der Ardennen entlang um bei Gerolstein wieder auf unseren Ausgangspunkt zu kommen. Wir sollten hier früh am Morgen starten und werden sicher über 12 Stunden unterwegs sein. Aber es gibt ja auch viel zu sehen.

Die Viandentour Streckenlänge ca. 200 Kilometer. Zeitrahmen Minimum 4 Std. – 5 Std.
Über Hillesheim geht es nach Gerolstein an den Mineralquellen und dem Vulkan Kalem, an der Kyll entlang. Über Schöneck fahren wir den Stausee Bitburg an um nach Vianden zu gelangen. In Vianden geht es Richtung Gemünd an der Our bis Dasborg-Pont. Über Lützenkampen fahren wir nach Burg Reuland, mit eventuellem Apstecher zum Chateau. Weiter auf der Ourtalroute über Manderfeld und den Weißer Stein (689m) um an der Oleftalsperre in Hellenthal zu kommen. Dort gibt es auch ein Wildfreigehege. Über Schleiden geht es dann wieder nach Stadtkyll.

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